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Wieso ich keine Lust mehr an Bookstagram habe

Letztes Jahr im Winter, als ich auch diesen Blog hier ins Leben gerufen hab, habe ich mich ebenfalls für eine Bookstagram Seite entschieden. Es war toll ein Teil einer so großen Community zu sein und sich ein wenig auszuprobieren. Ich mochte es schon von klein an zu lesen oder vorgelesen zu bekommen. Mich verband schon immer irgendwas mit Büchern und ich liebe es bis heute mich komplett darin zu verlieren. Seit einigen Jahren fotografiere ich auch wirklich gerne und die Kombi aus beidem hat mir sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang jedenfalls….

Ich habe viele viele tolle Leute kennengelernt und auch wirklich in mein Herz geschlossen. Ich konnte viele neue Bücher, Personen und Sachen kennenlernen und so auch viele Erfahrungen sammeln. Ich habe Bilder gemacht, sie bearbeitet und mir Dinge für die Beiträge überlegt. In der Story wollte ich natürlich auch präsent sein, auch wenn es nicht immer so funktioniert hat. Als das Abitur näherrückte und auch Corona ein großer Teil des Lebens wurde, wurde das Lesen und auch mein Handy inklusive Bookstagram zur Nebensache. 

Die ganzen Büchertipps und die Berichte über die Bücher mochte ich zwar immer sehr und je öfter ich etwas positives über ein Buch gelesen habe, desto größer wurde die Vorfreude auf dieses Buch. Doch meistens wurde ich irgendwie enttäuscht. All das was so gelobt wurde, war mir nicht präsent genug gewesen oder ich wusste zu schnell wie es ausgeht. So wurden Bring down the Stars, One true Queen und Cinder&Ella wirkliche Flops. 

Bookstagram ist eine tolle Plattform für alle die immer up to date sind und die neusten Bücher sofort bereit haben. Für alle, die die bekanntesten Bücher bereits gelesen haben und sich kaum noch Spoilern können. Bevor ich nur von Das Reich der 7 Höfe wirklich viel wusste, kannte ich das Ende beziehungsweise konnte ich es mir denken und das ohne mich selbst zu spoilern. Band 2 habe ich bis heute nicht gelesen und das obwohl ich so eine Reihenleserin bin. All das hat mir den Spaß an Bookstagram genommen. Ich habe mich unter Druck gesetzt gefühlt und ich habe mich schlecht gefühlt wenn ich einen Tag nichts gepostet habe. 

In den Sommerferien probierten eine Freundin und ich es aus, eine Woche komplett ohne Instagram zu leben und es war wirklich eine tolle Woche. Ich habe mich auf andere Dinge fokussiert und konnte manche Bücher nochmal ganz anders angehen. Ohne Druck oder Bewertungen habe ich mir mein Buch geschnappt und es gelesen. Durch die Tage ohne Instagram wurde mir bewusst, dass ich kein Bookstagram brauche. Ich habe hier meine Plattform um über Bücher zu reden und sie zu bewerten. Hier kann ich viel genauer und detaillierter auf die Bücher eingehen und auch der Austausch ist hier möglich.

Bookstagram ist eine tolle Möglichkeit und es macht eine Menge Spaß. Man lernt so viele Leute kennen und der Austausch ist wirklich toll. Dennoch hat es auch seine Schattenseiten und mir ist aufgefallen, dass mir das Lesen ohne Bookstagram viel mehr Freude bereitet als mit dieser Plattform.

Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden wofür er sich entscheidet, dass ist nur meine persönliche Meinung.